Die Bewegung begleitet mich vom Sportgymnasium nach Graz.
Die universitäre Unterrichtung über Körper, Gesundheit, Ernährung kam intensiv daher und, mein Bewegungsdrang, der mich begleitet, seit ich atme, wurde durch das Studium vollumfänglich bedient – zu empfehlen für Alle, die die Füße niemals still halten, können, wie ich. Die Bewegungs- und Ernährungslehren drangen tief in mein Leben ein und befinden sich seitdem unverrückbar an Ihrem Platz. Die österreichische Sportlerblase der Studenten, unendlich Bio im Supermarkt und österreichische Fähigkeiten, das Leben zu genießen, integrierte ich damals schnell in mein eigenes Gleichgewicht. Die Österreicher lehrten mich auf diesem Wege gleich noch den Genuss.
Während meines Masters Sportwissenschaft in Tübingen startete ich parallel die 200h-Vinyasa Flow-Grundausbildung. Der Unterricht war leicht, er war unkompliziert, nicht im Sinne von einfach, sondern im Sinne von Leichtigkeit. Diese Lehrerin wusste mich täglich zu beeindrucken. Ich bin von Natur aus keine Rampensau und durfte mich hier Herausforderung für Herausforderung herantasten an das Spiel, beim Lehren stets zu lernen und vorne zu stehen im Licht und dabei immer größere Gruppen anzuleiten. Damals wie heute wachsen meine Fähigkeiten mit jeder meiner Stunden, die ich gebe und weitergebe.
In Tübingen folgten unzählige selbst gehaltene Unterrichtsstunden, bevor ich nach Abschluss meines Masters eine 300h Vinyasa-Masterclass in Berlin ergänzte. Im ersten Lockdown begann ich von Augsburg aus Freunde, Bekannte in Tübingen, Ulm, Augsburg vor den Bildschirmen dieser Welt zu unterrichten.
Ständig in Bewegung zu bleiben, hat sich für mich stets als zielführender im Leben herausgestellt, als zu verharren. Das klingt trivial und es ist auch erstmal egal, auf welcher Ebene von Körper oder Geist diese Bewegung genau stattfindet. Da kam mir die Bewegungslehre des Yoga natürlich gerade Recht. Denn meine umfangreichen Joggingroutinen und typische, damit Prädilektionsstellen für Probleme wie die Iliosakralgelenke triggerten damals schon meine Suche nach einem würdigen Ausgleich. Yoga tauchte dabei in Graz von ganz alleine auf, denn Graz war voll davon. Bereits Stunde 1 traf den Punkt. Lehrerin, Location, Athmosphäre. Mehr Yoga. Ich saugte alles auf. Ashtangayoga. Poweryoga. Yin, Kundalini, Vinyasa und Hormon-Yoga. Ich habe schnell alle Bekannten Posen, dann viele verrückte kennengelernt. Ich lernte abtauchen, abschalten, auftauchen, hochfahren, reinfühlen und rausgehen und meinen Körper nochmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Ich habe nie wieder damit aufgehört.